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BlogEröffnung des Museums für Architekturzeichnung in Berlin



Eröffnung des Museums für Architekturzeichnung in Berlin

30. Mai 2013 ▪ Katja Gehlfuß

Ein privates Museum für Architektur-Zeichnungen öffnet am kommenden Dienstag in Berlin sein Pforten. Die Stiftung des Architekten und Sammlers Sergei Tchoban ist Bauherrin; sein Büro SPEECH Tchoban & Kuznetsov hat es geplant.


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Museum für Architekturzeichnungen, Berlin, Foto: npstv Museum für Architekturzeichnungen, Berlin, Foto: Patricia Parinejad Museum für Architekturzeichnungen, Berlin, Foto: Thomas Spier

Mit diesem Museum verwirklichte der Architekt und leidenschaftliche Sammler seine Vision von einem idealen Ort für Architekturzeichnungen. So findet in dem neu errichteten Bau nicht nur die international bekannte Sammlung der Tchoban Foundation ihre Heimat, sondern es werden auch Sammlungen weltweit führender Kulturinstitutionen in jährlich drei Ausstellungen vorgestellt. Zur Eröffnung zeigt das Museum "Piranesis Paestum" - fünfzehn Zeichnungen von Giovanni Battista Piranesi aus dem Londoner Sir John Soane’s Museum - einem der ältesten Architekturmuseen weltweit.

Die Tchoban-Stiftung hat bisher in Häusern Dritter ausgestellt und die Zeichenausbildung junger Architekten gefördert. Das eigene Haus soll nun im doppelten Sinn zeichenhaft wirken, wie die Bauherrin beschreibt: "Die Silhouette des Gebäudes ähnelt einem losen Stapel Archivboxen oder Blattsammlungen mit Fragmenten architektonischer Zeichnungen."
Ziel der Foundation ist nicht nur Architekturzeichnungen adäquat unterzubringen, sondern sie auch aus verschlossenen Archiven zu holen und zugänglich zu machen. Dazu stehen die beiden Galerieebenen des viergeschossigen Hauses zur Verfügung. Daneben ist zu Studienzwecken ein Archiv zugänglich.

Auch wenn handzeichnerische Fähigkeiten heute eine untergeordnete Rolle spielen – die Entwicklung und das Training von Formen- und Proportionsfindung führen über den Gedanken und die zeichnende Hand, meint die Sergei Tchoban Foundation. Darum stellt sie dem zeichnenden Architektennachwuchs die Sammlung des Stiftungsgründers mit Werken aus der Feder international führender Architekten des 20. und des 21. Jahrhunderts zum Studium zur Verfügung.

Konkurrenz übrigens befürchten die jeweiligen Betreiber nicht, viel eher Synergieeffekte. Und wie der Name des Museums schon klarstellt, widmet sich dessen Programm einer ganz eigenen Aufgabe: der klassischen Architekturzeichnung und deren Erforschung.

Ort: Museum für Architekturzeichnung, Christinenstraße 18a, 10119 Berlin
Öffnungszeiten: Mo-Fr 14-19 Uhr, Sa 13-17 Uhr
Eintritt: 5.00 Euro, ermäßigt 3,00 Euro
Telefon: 030 43739090
Internet: www.tchoban-fundation.de

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