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NeuesInnovationspreis „Zukunft Stadt“ 2013 in Suhl vergeben



Innovationspreis „Zukunft Stadt“ 2013 in Suhl vergeben

05. Jun 2013 ▪ Katja Gehlfuß

Thüringens Bauminister Christian Carius prämierte heute die „jenawohnen GmbH“ (Jena) und die Wohnungsbaugenossenschaft „Fortschritt“ (Sondershausen) mit dem Innovationspreis „Zukunft Stadt“ 2013. Der mit 10.000 € dotierte Preis wurde in diesem Jahr erstmals als Kooperation zwischen dem Verband Thüringer Wohnungs- und Immobilenwirtschaft e.V. (vtw.) und der Stiftung Baukultur Thüringen ausgelobt. Damit wollen beide einen Beitrag zur Nachhaltigkeit der Ergebnisse bei der Umgestaltung des Gebäudebestandes und des Mietwohnungsneubaus leisten und aufzeigen, dass die Umsetzung wohnungswirtschaftlicher Konzepte sowie die gestalterische Qualität von Architektur und gebäudenahen Freiflächen zu vorzeigenswerten Ergebnissen führt.


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Wohnungsbaugenossenschaft "Fortschritt" Sondershausen eG, Sondershausen Sondershausen, Weizenstraße 4, 6, 8 Jena, Kunitzer Straße 12c

Innovationspreis

Wohnungsbaugenossenschaft "Fortschritt" Sondershausen eG, Sondershausen
Umbau und die Sanierung Weizenstraße 4,6,8 in Sondershausen
Kategorie "Neubau bzw. Modernisierung von Wohngebäuden/Quartieren"

Der Name verpflichtet und so bedeutet "Fortschritt" eben auch Innovation. Nach der Entkernung des fünfgeschossigen Plattenbaus erfolgte hier ein Teilrückbau von 40 auf 21 Wohneinheiten. Das dritte und vierte Obergeschoss wurde komplett zurückgebaut. Im dritten Obergeschoss wurden dann Dachgeschosswohnungen neu errichtet. Als herausragendes Merkmal des Umbaus wurde ein neues Erschließungskonzept vorgesehen - in der Kombination aus einem Aufzug und einem extern und separat angeordneten Laubengang. So wird eine barrierefreie Erschließung mit nur einem Aufzug erreicht.
Nach Auffassung der Jury ist es der Wohnungsbaugenossenschaft in besonderer Weise gelungen, ein im Wohnquartier verankertes wohnwirtschaftliches Konzept zu erreichen, das attraktive Wohnungszuschnitte, vergleichsweise günstige Mieten und barrierefreie Zugänge zu allen Wohnungen erzielt. Zugleich aber auch wirtschaftlich ist und eine bemerkenswerte architektonische Qualität erreicht.

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Innovationspreis

jenawohnen GmbH
Thüringens erstes Mehrfamilien-Passivhaus für Mieter
Kategorie "Innovative energetische Konzepte bei Wohngebäuden/ Quartieren"

Der Preis geht an einen Neubau mit insgesamt sieben unterschiedlichen Wohnungstypen. Die Erschließung erfolgt über einen Laubengang und ein zentrales Treppenhaus mit Aufzug. Durch eine 30 cm starke Wärmedämmung (WLG 035) und dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung in jeder Wohnung erreicht man einen sehr niedrigen Energieverbrauch. Zudem erfolgt die Versorgung mit Heizenergie durch eine Solaranlage auf dem Dach des Gebäudes bzw. über eine Brennwerttherme. Dem Prinzip des Passivhauses entsprechend, wird jeder Raum separat erwärmt und belüftet. Zugleich kann Wärme aus Sonneneinstrahlung über die Fenster in den Innenwänden und -böden gespeichert werden.
Die Jury hebt hervor, dass das Wohnungsunternehmen mit diesem ersten Mehrfamilien-Passivhaus in Thüringen einen außerordentlich mutigen Schritt nach vorn getan hat um zu testen, inwieweit die hohen EnEV-Standards auf hiesigen Wohnungsmärkten umsetzbar sind. Mit einem intensiven Marketing sind die zukünftigen Mieter auf den Umgang mit dem Passivhaus-Konzept vorbereitet worden und das Unternehmen hat ehrliche Zahlen vorgelegt, die es gestatten, den energetischen Effekt seriös zu prüfen.

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Anerkennung

Weimarer Wohnstätte GmbH
Modernisierung der Moskauer Straße 75-81, Weimar
Kategorie: Neubau bzw. Modernisierung von Wohngebäuden/ Quartieren

Der fünfgeschossige Wohnblock mit 40 Wohneinheiten befindet sich im Wohngebiet Weimar-West. Ziel der Umbau- und Modernisierungsmaßnahme war die barrierefreie Erschließung des Gebäudes und die Schaffung von barrierefreien und altersgerechten Wohnungen. Die Weimarer Wohnstätte GmbH hat dieses Ziel erreicht durch die Kombination eines neuen Außen-Aufzugs mit einem inneren Verteilergang, der alle vier Hauseingänge verbindet. So profitieren nicht nur die unmittelbar an dem Gang liegenden Wohnungen, sondern auch die benachbarten Geschosse von dem neuen Erschließungskonzept. Von den 40 Wohneinheiten wurden 28 barrierefrei und sechs rollstuhlgerecht umgebaut. Obgleich der neue Verteilergang auch eine Schattenseite für die Wohnungen haben dürfte, sieht die Jury in dem realisierten Erschließungskonzept einen konsequenten und klar strukturierten Beitrag zum barrierefreien und zugleich wirtschaftlichen Umbau von Plattenbauten dieses Typs.

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Anerkennung

Erfurter Wohnungsbaugenossenschaft "Borntal" eG, Erfurt
Neubau "Seniorenfreundliches, barrierefreies Wohnen im Borntal" in Erfurt
Kategorie "Neue Wohnformen im Hinblick auf soziale Verantwortung und die demografische Entwicklung in Thüringen"

Im Wohngebiet Borntal verfügt die Genossenschaft über einen Wohnungsbestand von rund 800 Wohnungen. Die Genossenschaft ist der einzige Wohnungsanbieter in diesem Wohngebiet. Die Genossenschaft entschloss sich, auf einer bisherigen Brachfläche im Zentrum des Wohngebietes zu einem Neubau mit Zentrumsfunktionen für ihre Mitglieder. Zugleich ging es darum, die über 50 Jahre gewachsene Umgebungsbebauung zu berücksichtigen. Es entstanden 23 barrierefreie und seniorenfreundliche Wohnungen sowie ein Gemeinschaftszentrum „Borntaltreff“, das in den Neubau integriert wurde. Die Architektur des Gebäudes genügt zeitgemäßen Ansprüchen und betont den Zentrumscharakter. Die Jury würdigt die durchgängig barrierefreie Erschließung sowie die Ambition der Genossenschaft, in ihrem angestammten Wohngebiet zentrale Funktionen für ihre Mitglieder zu etablieren.

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Anerkennung

"Wippertal" Wohnungsbauund Grundstücksgesellschaft mbH, Sondershausen
Gästehaus der Landesmusikakademie Sondershausen
Kategorie "Sonstige Gebäude zur Stadtentwicklung"

Der Erfolg der Thüringer Landesmusikakademie in Sondershausen führte zu steigender Auslastung und machte ein Gästehaus erforderlich, mit Anbindung an den Akademiecampus auf dem Schlossareal. In den Komplex sollte zudem die Verwaltung integriert werden. Bauplatz ist das Grundstück Lohberg 11 mit seiner unter Denkmalschutz stehenden Bausubstanz, dessen Eigentümer die Wohnungsgesellschaft bereits war. Im Entwurf des Umbaus wurde die bestehende Hofsituation gewahrt und genutzt. Das neue Gebäudeensemble ist klar artikuliert, selbstverständlich barrierefrei erschlossen, verfügt über 27 Zimmer, eins davon für Rollstuhlfahrer.
Ganz zweifellos ist das neue Gästehaus ein wichtiger Beitrag für die Zukunft der Landesmusikakademie in Sondershausen. Die Jury hebt die gute Architektur des Ensembles hervor und die Tatsache, dass hier ein kommunales Wohnungsunternehmen bei einem nicht zu seinen typischen Geschäftsfeldern zählenden Projekt hohe Sachkompetenz bewiesen und derart einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung des Standortes geleistet hat.

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